Abschlussveranstaltung Inkluevo „Bildung in allen Farben – jetzt wird gefeiert!“

Wir feiern 4 Jahre Inkluevo!

Inkluevo heißt: Inklusive Erwachsenen-Bildung vor Ort. Es ist ein Projekt, das von vielen Menschen gestaltet wurde. In 6 Bildungs-Gruppen in NRW haben Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Ideen entwickelt. Sie haben neue Bildungsangebote ausprobiert. So ist im Laufe der Zeit viel Neues entstanden – durch Erfahrung, Neugier und Zusammenarbeit. Passende Angebote zum selbst erleben und mitgestalten wurden bei der Abschlussveranstaltung angeboten.

Ziel war es Bildung allen Erwachsenen zu ermöglichen und zugänglich zu machen. Egal ob mit oder ohne Behinderung.

Mehr zu Inkluevo finden sie hier.

Impressionen
Was bedeutet Bildung?

Bildung bedeutet mehr als Wissen – sie ermöglicht Selbstbestimmung und persönliche Entwicklung. Wer lernen kann, erweitert seine Möglichkeiten und kann aktiv am Leben teilnehmen. Bildung schafft Begegnungen mit anderen Menschen und neue Erfahrungen. Sie öffnet Türen – zu Interessen, Hobbys und gesellschaftlicher Teilhabe. Besonders für Menschen mit Behinderung ist der Zugang zu Bildung oft schwierig. Dabei ist Bildung ein Recht für alle Menschen – in jedem Alter und unabhängig von Unterstützungsbedarf. Inklusive Erwachsenenbildung schafft Räume, in denen alle gemeinsam lernen können. So wird Teilhabe möglich und Selbstbestimmung gestärkt.

Bildung ist für jeden etwas anderes – eine Erfahrung, ein Gefühl, eine Erinnerung. Um dieser Vielfalt Raum zu geben, konnten sich die Teilnehmenden bei der Veranstaltung „Bildungs-Beutel“ aussuchen. Darin sammelten sie, was Bildung für sie bedeutet: kleine Gegenstände aus den Workshops, Notizen mit Gedanken und neuen Ideen, persönliche Erinnerungsstücke oder symbolische Fundstücke. Jeder Beutel erzählt eine eigene Geschichte.

Programm & Workshops

Die Veranstaltung bot ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Möglichkeiten zum Mitmachen und Ausprobieren. Ob Tanzen, Impro-Theater oder erste Erfahrungen als DJ. In Workshops konnten die Teilnehmenden außerdem lernen, eigene Grenzen bewusster wahrzunehmen oder auch gemeinsam zu forschen.

Besonders im Mittelpunkt stand das Miteinander: Viele Besucherinnen und Besucher kamen ins Gespräch, knüpften neue Kontakte und genossen die offene und inklusive Atmosphäre. Menschen mit und ohne Behinderung sowie Gäste aus der Region gestalteten die Veranstaltung gemeinsam.

Ein Höhepunkt war die Party am Samstagabend. Bei Musik von DJ Yallo wurde ausgelassen getanzt und gefeiert – ein gelungener Abschluss eines inspirierenden Wochenendes.

Tanzkurs – Bewegung für alle

Der Tanz-Workshop wurde von Irene und Christian Lisowski geleitet, die beide als erfahrene Tanzsport-Trainerin und Tanzsport-Trainer tätig sind.

In diesem besonderen Angebot konnten die Teilnehmenden verschiedene Tanzstile kennenlernen und selbst ausprobieren. Der Kurs wurde zuvor von Menschen mit Behinderung getestet und ist bewusst inklusiv gestaltet. Auf dem Programm standen klassische Gesellschaftstänze wie Walzer, aber auch Disco-Fox, Salsa und Line Dance. Zusätzlich gab es Angebote für Tanzen im Sitzen, sodass auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer aktiv teilnehmen konnten.

Im Mittelpunkt stand die Freude an Bewegung und Musik. Die Teilnehmenden ließen sich von den Rhythmen mitreißen und erlebten, wie viel Spaß gemeinsames Tanzen machen kann.

SUSHI – Gemeinsam Lernen und Forschen

Der Workshop wurde von Mitgliedern der SUSHI-Gruppe geleitet, darunter Dr. Anke Groß-Kunkel, Dr. Susanne Mischo, Laura Rölkes, Jens Schulten, Jenny Werres und Irene Stamp von der Universität zu Köln und KuBus e.V.
SUSHI ist eine besondere Forschungsgruppe, in der Menschen mit Lernschwierigkeiten, Studierende und Dozentinnen gemeinsam lernen und forschen. Im Mittelpunkt steht die inklusive Hochschulbildung mit dem Ziel, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Universität lernen und forschen können.
Im Workshop ging es darum, gemeinsam zu entdecken, wie Forschung funktioniert und wie Wissen zusammen erarbeitet werden kann. Gleichzeitig wurde die Frage gestellt, wie durch gemeinsames Lernen Veränderungen angestoßen werden können.

Sich selbst schützen – Nein sagen ist erlaubt

Der Workshop wurde von Eli Doudis und Ronja Runge von „vielfach inklusiv“ geleitet.

Im Mittelpunkt stand das Thema persönliche Grenzen und der Umgang mit unangenehmen oder übergriffigen Situationen. Die Teilnehmenden setzten sich damit auseinander, wie sich solche Situationen anfühlen können – zum Beispiel, wenn jemand zu nahe kommt, verletzende Dinge sagt oder sich respektlos verhält. Durch Rollenspiele konnten die Teilnehmenden somit Szenen nachspielen und diese auf neue Art und Weise erleben.

Im Workshop wurde vermittelt, was Gewalt bedeutet, wie man sie erkennen kann und welche Möglichkeiten es gibt, sich davor zu schützen. In praktischen Übungen stärkten die Teilnehmenden ihr Bauchgefühl, lernten ihre eigenen Grenzen bewusster wahrzunehmen und diese klar zu zeigen.

Außerdem erhielten sie Informationen darüber, an welche Stellen sie sich wenden können, um Unterstützung zu bekommen.

DJ sein & Impro-Theater

Der Workshop wurde von Anna Cainelli, Jonas Halbfas und Corinna Armbrüster in der Wohngemeinschaft in Köln geleitet.

In diesem vielseitigen Angebot konnten die Teilnehmenden sowohl erste Erfahrungen als DJ sammeln als auch in die Welt des Improvisationstheaters eintauchen. Im DJ-Workshop erklärte Anna die Technik und zeigte, wie Beats miteinander gemischt werden, um Musik lebendig zu gestalten und andere zum Tanzen zu bringen. Parallel dazu vermittelten Jonas und Corinna im Impro-Theater spielerisch, wie ohne feste Texte spontane Szenen entstehen können. Mit einfachen Übungen und Spielen wurden Kreativität und Ausdruck gefördert.

Vorkenntnisse waren nicht erforderlich – im Mittelpunkt stand der Spaß am Ausprobieren, Mitmachen und gemeinsamen Erleben.

Freizeit & Gemeinschaft

Auch neben den Workshops blieb Zeit für Austausch und gemeinsame Erlebnisse. In gemeinschaftlicher Atmosphäre entstanden viele Gespräche, neue Bekanntschaften und schöne Momente.

Kurzfilme

Eingebettes YouTube-Video

Dieses eingebettete Video wird von YouTube, LLC, 901 Cherry Ave., San Bruno, CA 94066, USA bereitgestellt. Beim Abspielen wird eine Verbindung zu den Servern von YouTube hergestellt. Dabei wird YouTube mitgeteilt, welche Seiten Sie besuchen.

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Wie geht es weiter?

Das Projekt Inkluevo endet – aber die Ideen und das Wissen bleiben. In den letzten vier Jahren haben wir viel gelernt und erprobt. Dieses Wissen möchten wir weitergeben.

Aus unseren Erfahrungen ist eine Fortbildung entstanden. Sie richtet sich an Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Erwachsenenbildung, die inklusive Bildungsangebote für erwachsene Menschen mit Behinderung schaffen möchten. In der Fortbildung geben wir unser Wissen weiter: Wie gelingen Kooperationen? Welche Methoden funktionieren? Wie können Bildungsangebote zugänglich gestaltet werden? Die Fortbildung kann ab sofort gebucht werden.

Begleitend haben wir ein Praxishandbuch verfasst. Es bietet vertiefende Theorie, praktisches Material und Best-Practice-Beispiele aus der gesamten Inkluevo-Zeit. Die Beispiele zeigen, wie inklusive Bildung konkret umgesetzt werden kann – von der ersten Idee bis zum fertigen Angebot.

So bleibt Inkluevo auch nach Projektende lebendig – und kann an vielen Orten in NRW und darüber hinaus wirken.